Montag, 17. Juni 2013

Charlaine Harris "Sookie Stackhouse Novels"


Ich liebe die HBO-Serie "True Blood" von Alan Ball. Diese wiederum basiert auf den Sookie Stackhouse Novels von Charlaine Harris. Kellnerin Sookie ist Telepathin und kann die Gedanken der Menschen in ihrem Umfeld hören. Das kann ganz schön anstrengend sein (und für den Leser witzig) und deshalb ist sie von Bill fasziniert. Dessen Gedanken kann sie nämlich nicht lauschen, weil er ein VAMPIR ist. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch Gestaltwandler, Hexen, Feen und Werwölfe (natürlich!). Sookie kann sich gar nicht entscheiden, in wen sie sich zuerst verknallen soll: Bill, Eric, Sam, Alcide oder Quinn. In jeder Geschichte wird ein Kriminalfall gelöst, weil Menschen in Sookies Umgebung ums Leben kommen oder verschwinden und sie das unbedingt aufklären muss. Wer mit Übernatürlichem nichts anzufangen weiß, sollte die Finger von den Büchern lassen. Und ansonsten geht es, wie mein Liebster in einem leicht vorwurfsvollen Ton immer wieder sagt nur um eins: Sex, Sex, Sex. Aber ist das nicht das Wesen einer guten Vampirgeschichte?!

True Blood 

Mittwoch, 5. Juni 2013

Tiny Desk Concert: gute Musik gibt es noch in der kleinsten Ecke

Seit ich meinen Führerschein habe, muss ich viel üben. Also fahre ich mit dem kleinen Smart hoch und runter, rechts und links. Es ist soooo öde. Praktisch ja - aber öde. Straße, Straße, Straße...  und ach ja, jede Menge Idioten!!!

Ablenkung ist folglich sehr willkommen. Radio ist bei uns im Norden keine Alternative. Also Iphone mit schicker Musik beladen und losgelauscht.

Tatsächlich habe ich dabei eine Neuentdeckung gemacht. NPR (National Public Radio) macht einen prima Podcast. Der heißt "All Songs Considered" und ist ganz großartig. Wenn man handgemachte, echte Musik mag. Die Leute dort interessieren sich für Harmonien, Texturen, Brüche, Texte, Melodien. Sein Instrument perfekt zu beherrschen, reicht für die Erwähnung im Podcast erfrischender Weise nicht aus. Deshalb gibt es immer wieder spannende Entdeckungen.

Zum Beispiel eine Band aus Texas "Seryn".

Hört selbst: http://www.serynsound.com/

Wenn man sich dann erst einmal auf der Internetseite verloren hat, kommt man früher oder später zu den  Tiny Desk Concerts. Da erwarten einen richtige Perlen. Ich hab keine Ahung, wie die das schaffen auf so kleinem Raum so großartige Musik zu zaubern. Ich wünschte mir jedenfalls, der tiny desk stünde irgendwo in meiner Nähe...

Sonntag, 2. Juni 2013

"Nashville" - Holt Eure Boots raus!

Arne Willander vom "Rolling Stone" ist Schuld. Wieder mal bin ich einer Serie verfallen. Nachts durchmachen, um noch schnell eine Folge zu sehen. Kein Problem, wenn man süchtig ist. Droge der Wahl diesmal die USamerikanische Serie "Nashville".


Der Plot ist schnell erzählt. Zwei weibliche Country-Stars (eine 40, die andere 25 Jahre alt) wollen sich in Nashville mit ihrer Musik behaupten. Sie sind verstrickt in komplizierte Beziehungen. Manager machen ihnen das Leben schwer. Sie haben es nicht leicht. Das kompensieren sie mit Songwriting. Wobei wir bei meinem eigentlichen Thema sind. Die Geschichte der Serie ist nicht so spektakulär. Anders verhält es sich mit der Musik.

Die Macher der Serie haben für die Rollen Schauspieler gecastet, die allesamt singen können. In jeder Folge gibt es mindestens einen herausragenden Song, den man immer wieder hören mag. Kein Wunder. Produziert hat Meister T-Bone Burnett himself. Supervising Music Editor ist Jen Monnar. Das die etwas von Soundtracks versteht, hat sie bei Filmen wie "London Boulevard" und "(500) Days of Summer" bewiesen. Kostprobe gefällig?

Change Your Mind

At the End of the Day

Something stronger than me

Vor allem die beiden weiblichen Hauptfiguren Rayna und Juliette sind der Fantasie von Callie Khouri entsprungen, die mit dem wunderbaren Film "Thelma und Louise" zu Oscar-Ehren kam. Es sind starke Figuren. Aber, leider sind sie gefangen in den Country-Song-Klischees, die in einer Südstaatenserie wohl vorkommen müssen. Wir haben den Patriarchen, der mit Geld alles kauft (außer seine Tochter Rayna, die immer widersteht). Die drogenabhängige Mutter, die Juliette das Leben schwer macht. Und so einige Typen, in die sich die Protagonistinnen verknallen, am Ende aber entweder der einen großen Liebe nachlaufen oder jegliches Vertrauen in ebendiese verloren haben. Daneben gibt es einen weiteren Handlungsstrang über aufstrebende, junge Musiker in Nashville. Die jobben im "Bluebird Cafe", spielen an Open-Mic-Abenden in den Clubs der Stadt und hoffen auf irgendeinen Plattendeal. Das alles sieht aus, wie eine Fortsetzung des Films "Thing called Love", der es nie in unsere Kinos geschafft hat, jetzt aber in einer schönen DVD-Box herauskommt. T-Bone Burnett hatte auch dort schon seine Finger im Spiel.

Ein weiterer Meister steuert für"Nashville" Material bei. Elvis Costello schrieb den Song Twist of Barbwire. Die wunderbare Rosi Golan half bei einem Song, ebenso wie Lucinda Williams. John Paul White von den fabelhaften Civil Wars dachte sich mit Arum Rae  If I Didn´t Know Better  aus, für mich eines der schönsten Lieder in der Serie.

Drei Folgen wurden von Paul McCrane inszeniert. Den kennen wir aus dem Musikfilm "Fame". Da kann der entsprechende Song, den Hayden Panetierre singt kein Zufall sein. Das mit dem Singen macht sie ziemlich gut. Bislang kannte ich sie nur als kleine Klitschko-Freundin, aber sie zeigt in der Serie durchaus, dass sie mehr kann: Nothing in this world

Sicher noch häufiger wird man von den Stella Sisters hören, in der Serie als Kinder von Rayna dabei. Sie sind unglaublich. Gefunden wurden sie durch ein You-Tube-Video. Hört und seht selbst:Ho Hey

Fazit:  Ich freue mich auf die nächste Staffel. Auf offene Wunden, blutende Herzen, Prügeleien und Schnaps. Denn das habe ich gelernt, daraus macht man die schönsten Songs in Nashville.